
Das Gesundheitswesen gehört zu den ressourcenintensivsten Sektoren überhaupt: Spitäler haben an 365 Tagen einen 24-Stunden-Betrieb, erzeugen grosse Mengen an Abfall und verbrauchen erhebliche Energiemengen. Gleichzeitig wächst der regulatorische Druck: Seit 2024 sind grosse Schweizer Unternehmen zur Erstellung eines nichtfinanziellen Berichts gemäss Art. 964a ff. OR verpflichtet.
Auch die Solothurner Spitäler AG (soH) stand vor dieser Herausforderung: An den vier Standorten wurden bereits einzelne Aktivitäten umgesetzt, aber eine übergreifende Strategie, gemeinsame Prioritäten und eine einheitliche Steuerung fehlten. Erschwerend kommen die spezifischen Spannungsfelder des Spitalbetriebs hinzu: Patientensicherheit, bestmögliche Behandlungsqualität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit können nicht isoliert voneinander betrachtet werden.
bruhnpartner wurde beauftragt, gemeinsam mit der soH eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln, eine Wesentlichkeitsanalyse durchzuführen und die Grundlagen für den ersten Nachhaltigkeitsbericht sowie die konkrete Umsetzung in 2026 zu schaffen.
Das Projekt folgte einem klar strukturierten, partizipativen Vorgehen. Zunächst wurde eine bereichsübergreifende Arbeitsgemeinschaft (AG) Nachhaltigkeit eingesetzt und der Status quo über Interviews und Workshops erfasst. Parallel analysierten wir die gesamte Wertschöpfungskette der soH nach der Logik der SDG (Sustainable Development Goals). Zum Abschluss der Analysephase konsolidierten wir über 170 potenzielle Nachhaltigkeitsthemen, die wir aus Bestandsaufnahme, Benchmarkanalyse und SDG-Betrachtung zusammengetragen hatten, zu zehn übergreifenden Themenfeldern.
Diese Themenfelder wurden in der AG Nachhaltigkeit auf ihre finanzielle und Impact-Materialität bewertet und in einer breit angelegten Mitarbeiterbefragung priorisiert. Mit knapp 700 Teilnehmenden aus allen Standorten und Berufsgruppen lieferte die Befragung wertvolle Einblicke: So zeigte sich etwa eine klare Fokussierung der Mitarbeitenden auf soziale Nachhaltigkeitsthemen wie Mitarbeitende und Kultur, Aus- und Weiterbildung sowie Patientenversorgung und Qualität.
Auf Basis dieser doppelten Perspektive wurden die Schwerpunktthemen für 2026 definiert und von Geschäftsleitung und Verwaltungsrat freigegeben. Ergänzend wurde eine Roadmap mit konkreten Massnahmen, KPIs und klaren Verantwortlichkeiten erstellt. Parallel dazu wurde die Struktur des ersten Nachhaltigkeitsberichts nach GRI-Systematik entwickelt. Dieser wird im April 2026 veröffentlicht. Auch in der Umsetzungsphase bleibt bruhnpartner an Bord: Wir begleiten die soH weiterhin bei ausgewählten inhaltlichen Themen sowie im Projektmanagement, um die Kontinuität der Strategie sicherzustellen.
Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, unser Team berät Sie gerne.
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